Im BeraLab führen Teilnehmer:innen videographierte Beratungsgespräche mit Simulationsadressat:innen, also Schauspieler:innen oder Avataren, die typische Anliegen aus der Sozialen Arbeit darstellen. Bei diesem erfahrungsorientierten Lernen greifen drei Dinge eng ineinander: Systemische Beratungstheorie, Beratungsübung und die kriteriengeleitete Reflexion als Verbindung zwischen Theorie und Beratungshandeln. Das BeraLab wird in Lehre, Forschung und Entwicklung genutzt und und liefert so einen mehrperspektivischen, wissenschaftlich belastbaren Zugang zu Lern- und Bildungsprozessen von Beratungsfachkräften. Insbesondere die realitätsnahen, semistandardisierten Simulationen ermöglichen im Zusammenhang mit Fragebogen- und Interviewstudien einen einzigartigen Einblick in die komplexen Lehr-Lern-Prozesse, die Beratungsprofessionalisierung ausmachen. In seiner aktuellen Entwicklungsstufe wird das BeraLab um weitere wichtige Gesprächsformate Sozialer Arbeit mit hohen Beratungsanteilen wie die Hilfeplanung und den Hausbesuch erweitert.
Das BeraLab blickt auf eine intensive und lange Entwicklung zurück – 2027 wird es 20 Jahre alt. Mit ihm verbunden sind viele weitere Projekte und eine langjährige Zusammenarbeit mit Kolleg:innen an unterschiedlichen Hochschulstandorten. Wer mag, kann hier die wichtigsten Stationen aus meiner berufsbiographischen Perspektive nachlesen. Ein Überblick über zentrale Publikationen findet sich hier, ausführliche Infos zu Forschungsprojekten und Praxisanwendungen auf meinem Weblog.
Viel Spaß beim Üben, Forschen und Lernen im BeraLab!
Marc Weinhardt
